Einen Launch-Titel wie Breath of the Wild wird Nintendo vermutlich so schnell nicht mehr toppen. Sorry Mario Kart World, so ehrlich müssen wir sein, auch wenn ich mit dir wirklich sehr sehr viel Spaß habe. Aber dazu kommen wir noch an anderer Stelle ausführlicher. Mit Tears of the Kingdom erschien 2023 ein Nachfolger dazu, der in meinen Augen noch einmal alles getoppt hat, was der erste Teil schon grandios etabliert hatte. Es gab allerdings schon 2017 Probleme, die man rational nicht wegdiskutieren konnte und die das Spielerlebnis doch etwas getrübt haben – und nein, ich rede nicht davon, dass eure Waffen in beiden Spielen kaputt gehen können. Das ist eine Mechanik, die perfekt zum Spiel und der Welt, in der ihr euch befindet, passt und von dieser Meinung wird mich niemand abbringen! Ich meine natürlich die Performance, die schon bei Breath of the Wild besser hätte sein können und die auch in Tears of the Kingdom nicht wirklich verbessert wurde. Auch wenn es schon etwas erstaunlich war, dass der zweite Teil trotz seinem Umfang und den verschiedenen Mechaniken überhaupt noch auf der Original Nintendo Switch lief. Zum Launch der neuen Konsole hat sich Nintendo gedacht, man geht genau dieses Problem an und bietet Spieler*innen die Möglichkeit die Spiele in flüssiger Framerate und ein paar zusätzlichen Extras noch einmal oder vielleicht sogar das erste Mal zu erleben.
Das Marketing dazu war – zumindest für Teile meines näheren Umfelds – etwas verwirrend und deshalb kurz eine Erklärung, was genau es gibt und was ihr eventuell nicht kaufen müsst: wenn ihr Breath of the Wild oder Tears of the Kingdom schon für die Switch besitzt, egal ob als Cartridge oder digital – könnt ihr ganz einfach mit 10€ auf die Nintendo Switch 2 Edition des jeweiligen Spiels upgraden. Der eShop bzw. die Switch erkennt eure Cartridge dann und startet automatisch die Switch 2 Edition. Habt ihr ein Nintendo Switch Online + Erweiterungspaket Abonnement, sind die Upgrades sogar kostenlos für euch verfügbar, ähnlich wie es damals mit dem Animal Crossing DLC war. Die Vollpreis-Versionen, die für 69,99€ verkauft werden, sind inklusive des Grundspiels und sind für die Personen gedacht, die das Spiel noch nicht besitzen. An der Stelle aber aufpassen: solltet ihr euch die Switch 2 Edition von Breath of the Wild kaufen, beinhaltet diese nicht den Season Pass bzw. die DLCs. Das muss noch einmal extra gekauft werden, wenn ihr Zugriff darauf haben wollt. Habt ihr aber eine Breath of the Wild-Cartridge inklusive der DLCs darauf – ich habe mir hier die japanische Version gekauft, die auch ganz normal in allen Sprachen auf meiner Switch 2 startet – kann diese auch mit dem 10€ Upgrade zur Switch 2 Edition gemacht werden und ihr könnt auf alle DLCs zugreifen.

Habt ihr schon einen Spielstand in Breath of the Wild oder Tears of the Kingdom, müsst ihr euch keine Sorgen machen, dass dieser jetzt überschrieben werden muss, wenn ihr neu starten wollt: Nintendo hat mit der Switch 2 Edition die Möglichkeit hinzugefügt, dass ihr einen zweiten Save Slot anlegen und dort einen neuen Playthrough starten könnt, ohne, dass euer bisheriger Progress von davor verloren geht. Das hat es für mich noch einmal leichter und attraktiver gemacht neu ins Spiel zu starten und gleichzeitig auch in meine alten Saves zurückkehren zu können und dort mit einem voll aufgelevelten Link ein bisschen durch Hyrule, Lowrule und Skyrule zu laufen. In Breath of the Wild habe ich also nach dem Intro in Ruhe das Plateau abgeschlossen und mir meinen Gleiter abgeholt, ein paar Schreine gelöst und mir dann gedacht, ich werfe mal einen Blick auf Tears of the Kingdom, bevor ich mich jetzt im ersten Teil verliere. Und oh boy, hat mich das direkt wieder gefesselt. Ich wollte eigentlich nur einen kurzen Blick ins Intro des Spiels werfen und irgendwann war es dann 1 Uhr morgens und ich hatte direkt 6 Stunden Spielzeit angesammelt. Aber begeistern konnten mich die beiden Spiele schon in ihren ursprünglichen und technisch nicht ganz sauberen Versionen auf der ursprünglichen Switch. Die viel wichtigere Frage ist natürlich, ob die Spiele auf der Switch 2 jetzt wirklich flüssig laufen, ob die Probleme, die ich mit der Performance damals hatte, wirklich ausgemerzt wurden und, ob sich das Upgrade wirklich lohnt.
Beide Spiele – und man merkt hier wirklich einen großen Unterschied, mit oder ohne direkten Vergleich – laufen auf der neuen Konsole komplett flüssig und ich habe in meiner bisherigen Spielzeit keine Ruckler oder Framerate-Einbrüche feststellen können. Um das zu testen, habe ich beide Spiele von ganz vorne gestartet, einige Zeit auch bis über das Tutorial hinaus damit verbracht und im Anschluss auch noch meine Original-Saves geladen und verschiedene Gebiete bereist, um zu sehen, ob es irgendwo Probleme gibt. Und während meiner Testläufe konnte ich das nirgends feststellen und war wirklich sehr positiv beeindruckt davon, wie viel besser die Experience noch einmal ist, wenn plötzlich alles in einer stabilen und flüssigen Framerate läuft. Hätte die Switch ein Pro-Upgrade vertragen können und ist es 2025 vielleicht nicht mehr ganz so beeindruckend, das ein Spiel aus 2017 in 60 Frames läuft? Vielleicht. Trotzdem werden durch diese Editionen zwei der besten Spiele der letzten 10 Jahre noch mal um eine Stufe aufgewertet und egal ob im Handheld- oder im Docked Modus habt ihr auf der Switch 2 damit die bestmögliche Art und Weise, diese beiden Titel zu erleben.

Aber nicht nur im Hinblick auf die Framerate profitieren The Legend of Zelda: Breath of the Wild & Tears of the Kingdom von ihren jeweiligen Switch 2 Editionen. Durch die zusätzliche Power könnt ihr beide Spiele auch in höherer Auflösung erleben und mit zusätzlicher HDR-Unterstützung wird das optische Erlebnis noch zusätzlich abgerundet. So schön sah Hyrule wirklich noch nie aus. Habt ihr außerdem die Nintendo Switch App auf eurem Handy installiert, gibt es zu den neuen Versionen noch die Zelda Notes mit dazu. In diesem neuen Bereich der App findet ihr neue Hintergrundinfos zum Spiel, könnt eure Spielstatistiken aufrufen und diese mit anderen Spieler*innen weltweit vergleichen, habt die Möglichkeit noch mehr Items über eure amiibo-Figuren zu erhalten und könnt neben einem Tagesbonus in der App sogar eure Items zwischenlagern, wenn euer Inventar einmal zu voll sein sollte. Außerdem könnt ihr direkt in den Zelda Notes QR-Codes für Baupläne in Tears of the Kingdom nutzen, mit denen ihr entweder eure Kreationen teilen oder die von anderen Spieler*innen erhalten könnt und sogar ein Navi (nicht die Fee aus Ocarina of Time, keine Sorge) aktivieren, das euch in Echtzeit dabei helfen kann Schreine und Krogs zu finden. Anfangs dachte ich, dass das mit der App schon eher Quatsch ist, ich habe sie aber vor allem in meiner Euphorie jetzt sehr viel öfter genutzt, als ich anfangs gedacht hätte.
„Die Switch 2 Edition beider Spiele behebt nun nicht nur die technischen Mankos und läuft in flüssiger Form, mit höherer Auflösung und HDR-Support, sondern macht sie damit zur bestmöglichen Erfahrung, die diese Spiele zu bieten haben.“
The Legend of Zelda: Breath of the Wild & Tears of the Kingdom waren für mich zu den jeweiligen Release-Zeitpunkten absolute Meilensteine und ich habe in beiden Spiele unzählige Stunden in Hyrule verbracht. Das einzige Problem, das ich mit beiden Titeln immer hatte, war die Performance. Vor allem bei Tears of the Kingdom, das für mich das Bessere der beiden Spiele ist, war dieser Wermutstropfen umso schmerzhafter, da es für mich sonst wirklich perfekt war. Die Switch 2 Edition beider Spiele behebt nun nicht nur die technischen Mankos und läuft in flüssiger Form, mit höherer Auflösung und HDR-Support, sondern macht sie damit zur bestmöglichen Erfahrung, die diese Spiele zu bieten haben. Egal ob ihr die Titel unterwegs oder zuhause am Fernseher spielt – ihr werdet damit eine unfassbar gute und endlich nicht mehr ruckelige Zeit haben. Der App-Support ist umfangreicher und vor allem sehr viel nützlicher als ich dachte und ich hatte es eigentlich nicht aktiv vor, aber – mein zweiter Tears of the Kingdom-Durchgang ist aktuell in vollem Gange und wird jetzt einfach gemütlich weiterlaufen, immer wieder wenn ich zwischendurch mal Zeit habe. Solltet ihr also wieder mal Bock auf eines der Spiele haben, lohnen sich die 10€ für das Upgrade definitiv und wenn ihr bisher noch aufgrund der Performance abgeschreckt wurdet, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt diese zwei Meisterwerke vom Backlog zu streichen.


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